Trading-Glossar – Begriffe einfach erklärt | Trading Academy
59 Begriffe aus Trading, Krypto, Derivaten und Makro in zwei bis drei Sätzen erklärt: von CRV und Funding Rate bis Stop-Loss.
Kurze Erklärungen der wichtigsten Begriffe. Die Inhalte dienen der Information und sind keine Anlageberatung.
Altcoin
Ein Altcoin ist jede Kryptowährung außer Bitcoin. Der Begriff umfasst große Netzwerke wie Ethereum ebenso wie sehr kleine Projekte mit geringer Liquidität. Altcoins schwanken häufig stärker als Bitcoin und unterscheiden sich deutlich in Technik, Verbreitung und Risiko. Guide: Altcoins erklärt
Basis
Die Basis ist die Differenz zwischen dem Preis eines Futures-Kontrakts und dem Spotpreis desselben Basiswerts. Liegt der Futures-Preis über dem Spotpreis, spricht man von Contango, liegt er darunter, von Backwardation. Eine ungewöhnlich hohe oder negative Basis gilt häufig als Hinweis auf die Positionierung am Terminmarkt.
Bitcoin-Dominanz
Die Bitcoin-Dominanz ist der Anteil von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen. Steigt sie, wächst Bitcoin relativ stärker als der übrige Markt, sinkt sie, gewinnen Altcoins Anteile. Der Wert hängt davon ab, welche Coins ein Datenanbieter einrechnet, etwa ob Stablecoins enthalten sind.
Bitcoin-Halving
Das Bitcoin-Halving ist die im Protokoll festgelegte Halbierung der Blockbelohnung für Miner, die alle 210.000 Blöcke stattfindet, also etwa alle vier Jahre. Dadurch sinkt die Rate, mit der neue Bitcoin entstehen, bis die Obergrenze von 21 Millionen erreicht ist. Viele Marktteilnehmer ordnen Bitcoin-Zyklen um die Halvings ein, ein fester Zusammenhang mit dem Kurs ist jedoch nicht garantiert. Bitcoin-Zyklus im Überblick
Bollinger-Bänder
Bollinger-Bänder sind ein Volatilitätsindikator aus einem gleitenden Durchschnitt und zwei Bändern im Abstand einer bestimmten Zahl von Standardabweichungen darüber und darunter. Üblich sind 20 Perioden und zwei Standardabweichungen. Enge Bänder zeigen ruhige Phasen, weite Bänder starke Schwankungen an; eine Richtung sagen sie nicht voraus. Guide: Bollinger-Bänder
Candlestick (Kerze)
Eine Candlestick oder Kerze ist eine Chartdarstellung, die Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs eines Zeitraums in einem Symbol zeigt. Der Körper reicht von Eröffnung bis Schluss, die Dochte markieren Hoch und Tief. Die Farbe zeigt meist, ob der Kurs im Zeitraum gestiegen oder gefallen ist. Guide: Kerzencharts lesen
Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)
Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) setzt den möglichen Gewinn eines Trades ins Verhältnis zum möglichen Verlust bis zum Stop-Loss. Ein CRV von 2 bedeutet, dass das Kursziel doppelt so weit vom Einstieg entfernt ist wie der Stop. Das CRV sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit aus, dass das Ziel tatsächlich erreicht wird. Guide: Chance-Risiko-Verhältnis
DeFi (Decentralized Finance)
DeFi bezeichnet Finanzanwendungen, die über Smart Contracts auf Blockchains laufen und ohne klassische Vermittler wie Banken auskommen. Typische Anwendungen sind dezentrale Börsen, Kreditprotokolle und Liquiditätspools. Zu den Risiken zählen Programmierfehler in Smart Contracts, Manipulationen und fehlender Einlegerschutz. DeFi-Daten im Überblick
Divergenz
Eine Divergenz liegt vor, wenn sich der Kurs und ein Indikator wie RSI oder MACD in unterschiedliche Richtungen bewegen. Macht der Kurs zum Beispiel ein höheres Hoch, der Indikator aber ein tieferes, spricht man von einer bärischen Divergenz. Divergenzen gelten als Hinweis auf nachlassende Dynamik, können aber lange bestehen, ohne dass der Trend dreht.
Drawdown
Der Drawdown ist der Rückgang eines Kontos, Portfolios oder Kurses von einem Höchststand bis zum folgenden Tiefpunkt, meist in Prozent angegeben. Der maximale Drawdown beschreibt den größten solchen Rückgang in einem Zeitraum. Je tiefer ein Drawdown, desto höher der Gewinn, der nötig ist, um ihn auszugleichen: Nach minus 50 Prozent braucht es plus 100 Prozent.
ETF-Flows (Nettozuflüsse)
ETF-Flows sind die Summe der Gelder, die an einem Tag in einen börsengehandelten Fonds hinein- oder aus ihm herausfließen. Bei Bitcoin-Spot-ETFs zeigen Nettozuflüsse, dass Anteile neu geschaffen wurden, Nettoabflüsse, dass Anteile zurückgegeben wurden. Die Daten werden meist erst nach Handelsschluss veröffentlicht und beschreiben vergangenes Verhalten. Bitcoin-ETF-Flows aktuell
Exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA)
Der exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA) ist ein Durchschnittskurs, der jüngere Kurse stärker gewichtet als ältere. Dadurch reagiert er schneller auf Kursänderungen als der einfache gleitende Durchschnitt. Der Preis dafür sind mehr Fehlsignale in seitwärts laufenden Märkten. Guide: SMA und EMA
Fear & Greed Index
Der Fear & Greed Index ist eine Kennzahl von 0 bis 100, die die Stimmung am Markt zwischen extremer Angst und extremer Gier zusammenfasst. Für Krypto fließen je nach Anbieter etwa Volatilität, Volumen, soziale Medien und Bitcoin-Dominanz ein. Er beschreibt die aktuelle Stimmung und ist kein Zeitsignal für Käufe oder Verkäufe. Fear & Greed Index heute
Fibonacci-Retracement
Das Fibonacci-Retracement ist ein Zeichenwerkzeug, das zwischen einem Hoch und einem Tief waagerechte Linien bei bestimmten Prozentwerten wie 38,2, 50 und 61,8 Prozent einzeichnet. Diese Niveaus werden als mögliche Zonen für Rücksetzer innerhalb eines Trends betrachtet. Ihre Aussagekraft ist umstritten und hängt stark davon ab, welche Hochs und Tiefs gewählt werden. Guide: Fibonacci-Retracement
Funding Rate
Die Funding Rate ist eine regelmäßige Zahlung zwischen Long- und Short-Positionen bei Perpetual Futures, die den Kontraktpreis nahe am Spotpreis hält. Ist sie positiv, zahlen Longs an Shorts, ist sie negativ, zahlen Shorts an Longs. Abgerechnet wird meist alle 8 Stunden, manche Börsen rechnen häufiger ab. Funding Rates aktuell
Geldmenge M2
Die Geldmenge M2 umfasst Bargeld, Sichteinlagen und kurzfristige Spar- und Termineinlagen einer Volkswirtschaft. Sie wird häufig als Maß für die verfügbare Liquidität im Finanzsystem genutzt. Ein Zusammenhang zwischen wachsender Geldmenge und steigenden Preisen riskanter Anlagen wird oft beobachtet, gilt aber nicht zu jeder Zeit. Globale Liquidität
Gleitender Durchschnitt (SMA)
Der einfache gleitende Durchschnitt (SMA) ist der Mittelwert der Schlusskurse über eine feste Zahl von Perioden, der mit jeder neuen Kerze weiterrückt. Er glättet Kursschwankungen und macht die Richtung eines Trends sichtbar. Weil er auf vergangenen Kursen beruht, reagiert er verzögert. Guide: SMA und EMA
Hebel
Der Hebel ist das Verhältnis zwischen der Größe einer Position und dem dafür eingesetzten eigenen Kapital. Mit zehnfachem Hebel bewegt eine Kursänderung von 1 Prozent das eingesetzte Kapital um etwa 10 Prozent, in beide Richtungen. Ein höherer Hebel rückt den Liquidationspreis näher an den Einstieg und erhöht das Risiko, die gesamte Margin zu verlieren. Guide: Hebel verstehen
Inflation (Verbraucherpreisindex) (CPI)
Inflation ist der allgemeine Anstieg des Preisniveaus, durch den eine Geldeinheit an Kaufkraft verliert. Gemessen wird sie meist mit dem Verbraucherpreisindex (CPI), der die Preise eines typischen Warenkorbs verfolgt. Die monatlichen CPI-Daten beeinflussen die Erwartungen an die Zinspolitik und können an den Märkten kurzfristig starke Bewegungen auslösen. Wirtschaftskalender
Isolated und Cross Margin
Isolated und Cross Margin sind zwei Arten, Sicherheiten für gehebelte Positionen zu hinterlegen. Bei Isolated Margin haftet nur die einer Position zugewiesene Margin, bei Cross Margin dient das gesamte verfügbare Kontoguthaben als Sicherheit. Cross Margin kann eine Liquidation hinauszögern, setzt im Ernstfall aber mehr Kapital aufs Spiel. Guide: Isolated vs. Cross Margin
Korrelation
Die Korrelation ist ein Maß dafür, wie gleichläufig sich zwei Kurse oder Datenreihen bewegen, angegeben zwischen minus 1 und plus 1. Ein Wert nahe plus 1 bedeutet weitgehenden Gleichlauf, nahe minus 1 eine Gegenbewegung, nahe null kaum einen Zusammenhang. Korrelationen zwischen Märkten ändern sich über die Zeit und sind kein Beleg für Ursache und Wirkung. Guide: Markt-Korrelationen
Leitzins
Der Leitzins ist der von einer Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei ihr Geld leihen oder anlegen können. In den USA ist das die Federal Funds Rate, im Euroraum vor allem der Einlagesatz der EZB. Zinsentscheidungen und die Erwartungen daran wirken sich auf Anleihen, Aktien, Währungen und Kryptowährungen aus. Termine der Zentralbanken
Limit-Order
Eine Limit-Order ist ein Auftrag, der nur zum festgelegten Preis oder besser ausgeführt wird. Sie landet zunächst im Orderbuch und wird erst ausgeführt, wenn der Markt den Limitpreis erreicht. Der Preis ist damit kontrolliert, eine Ausführung aber nicht garantiert. Guide: Ordertypen
Liquidation
Eine Liquidation ist das zwangsweise Schließen einer gehebelten Position durch die Börse, wenn die hinterlegte Margin die Verluste nicht mehr deckt. Dabei geht die eingesetzte Margin ganz oder größtenteils verloren, oft fallen zusätzlich Gebühren an. Häufen sich Liquidationen, können sie Kursbewegungen kurzfristig verstärken. Guide: Liquidation verstehen
Liquidationspreis
Der Liquidationspreis ist der Kurs, bei dem eine gehebelte Position zwangsweise geschlossen wird. Er hängt vom Einstiegspreis, vom Hebel, von der Margin-Art und von den Wartungsanforderungen der jeweiligen Börse ab. Je höher der Hebel, desto näher liegt er am Einstieg. Liquidationspreis berechnen
Liquidität
Liquidität beschreibt, wie leicht sich ein Vermögenswert in größerer Menge kaufen oder verkaufen lässt, ohne den Preis stark zu bewegen. Hohe Liquidität zeigt sich an engen Spreads und einem tiefen Orderbuch. In illiquiden Märkten fallen Slippage und Kurssprünge meist deutlich größer aus.
Long
Long ist eine Position, die von steigenden Kursen profitiert. Beim Spot-Handel entspricht das dem Kauf des Vermögenswerts, bei Derivaten dem Kauf eines Kontrakts. Fällt der Kurs, entsteht ein Verlust.
Long/Short-Ratio
Die Long/Short-Ratio ist das Verhältnis zwischen Long- und Short-Positionen auf einer Derivatebörse, gemessen an Konten oder am Positionsvolumen. Ein Wert über 1 bedeutet, dass mehr Konten oder mehr Volumen auf steigende Kurse ausgerichtet sind. Die Kennzahl unterscheidet sich je Börse und Berechnungsart und bildet nur einen Ausschnitt des Marktes ab. Futures-Daten
MACD
Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist ein Trendfolge-Indikator, der die Differenz zwischen zwei exponentiellen gleitenden Durchschnitten zeigt, üblicherweise mit 12 und 26 Perioden. Dazu kommen eine Signallinie, meist ein EMA über 9 Perioden, und ein Histogramm. Kreuzungen und Divergenzen werden als Hinweise auf Richtungs- oder Tempowechsel gelesen, liefern in Seitwärtsphasen aber viele Fehlsignale. Guide: MACD erklärt
Maker und Taker
Maker und Taker bezeichnen die beiden Seiten einer Ausführung an der Börse: Maker stellen mit Limit-Orders Liquidität ins Orderbuch, Taker nehmen sie mit sofort ausgeführten Orders heraus. Viele Börsen berechnen dafür unterschiedliche Gebühren, wobei die Maker-Gebühr meist niedriger ist. Über viele Trades hinweg können diese Unterschiede spürbar ins Gewicht fallen. Guide: Trading-Gebühren
Margin
Die Margin ist das Kapital, das als Sicherheit für eine gehebelte Position hinterlegt wird. Man unterscheidet die Anfangsmargin zum Eröffnen und die Wartungsmargin, die mindestens vorhanden sein muss, damit die Position offen bleibt. Fällt das Guthaben unter die Wartungsmargin, droht die Liquidation. Guide: Margin-Trading
Market-Order
Eine Market-Order ist ein Auftrag, der sofort zum besten verfügbaren Preis ausgeführt wird. Die Ausführung ist damit nahezu sicher, der genaue Preis aber nicht. Bei geringer Liquidität oder hohem Tempo kann der Ausführungspreis spürbar vom zuletzt angezeigten Kurs abweichen. Guide: Ordertypen
Marktkapitalisierung (Market Cap)
Die Marktkapitalisierung ist der aktuelle Kurs eines Vermögenswerts multipliziert mit der Zahl der umlaufenden Einheiten. Bei Kryptowährungen dient sie als gängiges Maß für die Größe eines Projekts. Sie sagt nichts darüber aus, wie viel Geld tatsächlich investiert wurde, und kann bei geringem Streubesitz verzerrt sein. Guide: Tokenomics
Momentum
Momentum bezeichnet in der Marktanalyse die Stärke und das Tempo einer Kursbewegung über einen bestimmten Zeitraum. Indikatoren wie RSI, MACD oder die Rate of Change versuchen, dieses Tempo messbar zu machen. Starkes Momentum beschreibt die bisherige Bewegung, garantiert aber nicht, dass sie sich fortsetzt.
On-Chain-Daten
On-Chain-Daten sind öffentlich einsehbare Informationen, die direkt auf einer Blockchain gespeichert sind, etwa Transaktionen, Wallet-Bestände und Gebühren. Daraus werden Kennzahlen wie aktive Adressen oder Zu- und Abflüsse von Börsen abgeleitet. Die Zuordnung von Adressen zu Personen oder Börsen beruht oft auf Schätzungen. Guide: On-Chain-Daten
Open Interest (OI)
Open Interest ist die Gesamtzahl oder der Gesamtwert aller offenen Derivatekontrakte, die noch nicht geschlossen oder abgerechnet wurden. Steigt das Open Interest, fließt neues Kapital in Positionen, sinkt es, werden Positionen aufgelöst. Es zeigt die Beteiligung am Markt, nicht aber, ob Long- oder Short-Seite überwiegt. Guide: Funding und Open Interest
Orderbuch
Das Orderbuch ist die Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge für einen Handelsplatz, geordnet nach Preis. Auf der einen Seite stehen die Gebote (Bid), auf der anderen die Angebote (Ask). Die Tiefe des Orderbuchs zeigt, wie viel Volumen nahe am aktuellen Kurs gehandelt werden kann.
Perpetual Futures
Perpetual Futures sind Terminkontrakte ohne Verfallsdatum, mit denen auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswerts gesetzt werden kann. Über die Funding Rate wird ihr Preis nahe am Spotpreis gehalten. Sie werden meist mit Hebel gehandelt, was Gewinne wie Verluste vervielfacht und bis zur Liquidation führen kann. Guide: Futures und Perpetuals
Positionsgröße
Die Positionsgröße ist der Umfang eines Trades, also wie viele Einheiten oder welcher Geldbetrag gehandelt wird. Im Risikomanagement wird sie häufig so gewählt, dass ein Verlust bis zum Stop-Loss nur einen festen kleinen Anteil des Kontos kostet. Sie verbindet Kontogröße, Risiko pro Trade und Abstand zum Stop. Positionsgröße berechnen
RSI (Relative Strength Index)
Der Relative Strength Index (RSI) ist ein Oszillator, der das Verhältnis von Kursgewinnen zu Kursverlusten über einen Zeitraum auf einer Skala von 0 bis 100 abbildet. Üblich sind 14 Perioden; Werte über 70 gelten häufig als überkauft, unter 30 als überverkauft. In starken Trends kann der RSI lange in diesen Zonen bleiben, ohne dass der Kurs dreht. Guide: RSI erklärt
Short
Short ist eine Position, die von fallenden Kursen profitiert. Bei Derivaten wird dafür ein Kontrakt verkauft, im klassischen Leerverkauf ein geliehener Vermögenswert. Steigt der Kurs, entsteht ein Verlust, der theoretisch nicht nach oben begrenzt ist.
Slippage
Slippage ist die Differenz zwischen dem erwarteten Preis eines Auftrags und dem Preis, zu dem er tatsächlich ausgeführt wird. Sie entsteht vor allem bei Market- und Stop-Orders in schnellen oder illiquiden Märkten. Große Aufträge im Verhältnis zur Orderbuchtiefe erhöhen die Slippage.
Spot-ETF
Ein Spot-ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der den Basiswert direkt hält, bei einem Bitcoin-Spot-ETF also echte Bitcoin. Anleger erhalten so über ein reguläres Wertpapierdepot Zugang zur Kursentwicklung, ohne selbst Coins zu verwahren. Anders als ein Futures-ETF bildet er den Kurs ohne Terminkontrakte ab, es fallen aber laufende Verwaltungsgebühren an. Bitcoin-ETF-Flows
Spot-Handel
Spot-Handel ist der direkte Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts zum aktuellen Marktpreis mit sofortiger Übertragung. Wer Bitcoin am Spotmarkt kauft, besitzt danach tatsächlich Bitcoin. Ohne Hebel ist der mögliche Verlust auf das eingesetzte Kapital begrenzt. Börsen im Vergleich
Spread
Der Spread ist die Differenz zwischen dem höchsten Kaufgebot (Bid) und dem niedrigsten Verkaufsangebot (Ask) im Orderbuch. Ein enger Spread spricht für hohe Liquidität, ein weiter Spread für geringe. Wer sofort kauft und wieder verkauft, zahlt den Spread als versteckte Kosten. Guide: Gebühren und Spread
Stablecoin
Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, deren Wert an einen Referenzwert wie den US-Dollar gekoppelt sein soll. Die Kopplung wird je nach Modell durch Reserven, durch andere Krypto-Sicherheiten oder durch Algorithmen gestützt. Stablecoins können ihre Bindung verlieren, und ihre Sicherheit hängt vom Emittenten und von der Qualität der Reserven ab. Guide: Stablecoins im Vergleich
Staking
Staking ist das Hinterlegen von Kryptowährungen in einem Proof-of-Stake-Netzwerk, um dessen Betrieb abzusichern und dafür Belohnungen zu erhalten. Die Coins sind dabei häufig für eine gewisse Zeit gebunden. Risiken sind unter anderem Kursverluste, Sperrfristen und Kürzungen bei Fehlverhalten des Validators. Guide: Staking
Stop-Loss
Ein Stop-Loss ist ein vorab festgelegter Kurs, bei dem eine Position automatisch geschlossen wird, um den Verlust zu begrenzen. Technisch wird er meist als Stop-Market- oder Stop-Limit-Order umgesetzt. Bei Kurslücken oder sehr schnellen Märkten kann die Ausführung schlechter ausfallen als geplant. Guide: Stop-Loss-Strategien
Stop-Order
Eine Stop-Order ist ein Auftrag, der erst aktiviert wird, wenn der Kurs einen festgelegten Auslösepreis erreicht. Danach wird er als Market-Order oder, bei einer Stop-Limit-Order, als Limit-Order weitergegeben. Stop-Orders werden sowohl zum Begrenzen von Verlusten als auch zum Eröffnen von Positionen bei Ausbrüchen genutzt. Guide: Ordertypen
Take-Profit
Ein Take-Profit ist ein vorab festgelegter Kurs, bei dem eine Position automatisch geschlossen wird, um einen Gewinn zu sichern. Er wird meist als Limit-Order hinterlegt. Zusammen mit dem Stop-Loss legt er das Chance-Risiko-Verhältnis eines Trades fest.
Trend
Ein Trend ist die übergeordnete Richtung, in die sich ein Kurs über einen Zeitraum bewegt. Ein Aufwärtstrend zeigt sich an höheren Hochs und höheren Tiefs, ein Abwärtstrend an tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Ob ein Trend vorliegt, hängt stark von der betrachteten Zeiteinheit ab. Guide: Charts richtig lesen
Unterstützung
Eine Unterstützung ist ein Kursbereich, in dem in der Vergangenheit verstärkt Nachfrage auftrat und fallende Kurse gebremst wurden. Je öfter ein Bereich gehalten hat, desto stärker wird er meist eingeschätzt. Wird eine Unterstützung deutlich unterschritten, kann sie später als Widerstand wirken. Guide: Unterstützung und Widerstand
Volatilität
Volatilität ist das Maß dafür, wie stark und wie schnell der Kurs eines Vermögenswerts schwankt. Sie wird häufig als Standardabweichung der Renditen oder über Indikatoren wie die Average True Range gemessen. Hohe Volatilität bedeutet größere Chancen wie Risiken und erfordert in der Regel kleinere Positionen bei gleichem Risiko.
Volumen
Das Volumen ist die Menge eines Vermögenswerts, die in einem bestimmten Zeitraum gehandelt wurde. Es zeigt, wie viel Beteiligung hinter einer Kursbewegung steht. Bei Kryptowährungen verteilt sich das Volumen auf viele Börsen, und gemeldete Zahlen einzelner Handelsplätze sind nicht immer verlässlich. Guide: Volumenanalyse
Wallet
Eine Wallet ist eine Software oder ein Gerät, das die privaten Schlüssel für Kryptowährungen verwaltet und damit den Zugriff auf Guthaben ermöglicht. Man unterscheidet Hot Wallets mit Internetverbindung und Cold Wallets, etwa Hardware-Geräte, die offline bleiben. Wer die Wiederherstellungsphrase verliert oder preisgibt, verliert in der Regel auch den Zugriff auf die Coins. Guide: Krypto-Wallets
Whale
Ein Whale ist ein Marktteilnehmer, der so große Bestände einer Kryptowährung hält, dass seine Transaktionen den Kurs spürbar beeinflussen können. Bewegungen großer Wallets lassen sich on-chain beobachten. Eine Überweisung an eine Börse bedeutet jedoch nicht zwingend einen Verkauf, und hinter einer Adresse kann auch eine Börse oder ein Verwahrer stehen. Whale-Tracker
Widerstand
Ein Widerstand ist ein Kursbereich, in dem in der Vergangenheit verstärkt Angebot auftrat und steigende Kurse gebremst wurden. Er entsteht oft an früheren Hochs oder runden Marken. Wird ein Widerstand deutlich überschritten, kann er später als Unterstützung wirken. Guide: Unterstützung und Widerstand
Wirtschaftskalender
Ein Wirtschaftskalender ist eine Übersicht der anstehenden Veröffentlichungen von Konjunkturdaten und Zentralbankterminen mit Datum, Uhrzeit und erwarteten Werten. Dazu zählen etwa Inflationsdaten, Arbeitsmarktberichte und Zinsentscheidungen. Rund um wichtige Termine schwanken die Kurse häufig stärker, und die Spreads können sich ausweiten. Wirtschaftskalender
Zeiteinheit (Timeframe)
Die Zeiteinheit oder der Timeframe ist der Zeitraum, den eine einzelne Kerze im Chart abbildet, zum Beispiel eine Stunde, vier Stunden oder ein Tag. Kürzere Zeiteinheiten zeigen mehr Details und mehr Rauschen, längere Zeiteinheiten die übergeordnete Richtung. Dasselbe Signal kann auf verschiedenen Zeiteinheiten Unterschiedliches bedeuten.