Binance schließt Mining-Pool am 10. November 2026

Binance stellt Mining-Pool, Cloud Mining und Pool Savings ein. Was Miner bis 10. November tun müssen und wie Bitcoin reagiert.

Binance schließt Mining-Pool am 10. November 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Binance Pool geht am 10. November 2026 vom Netz, 07:00 UTC.
  • Betroffen sind auch Cloud Mining, Pool Savings und der Transaction Accelerator.
  • BTC bleibt unbeeindruckt und handelt bei rund 83.700 US-Dollar.

Zwei Termine zählen für alle, die über Binance schürfen: der 10. November und der 24. November. Ab dem ersten Datum zählt keine Rechenleistung mehr, ab dem zweiten ist auch das Archiv weg. Die Börse räumt damit ein Produkt ab, das sie seit dem Frühjahr 2020 betrieben hat.

Warum Binance jetzt aufräumt

Eine Begründung liefert die Börse nur in Stichworten. Sie verweist auf eine fortlaufende Prüfung ihres Angebots, mehr nicht. Hashrate und Marktanteil des Pools legt sie nicht offen, eine Einordnung in die Branchenrangliste bleibt daher Spekulation. Erkennbar ist nur die Richtung: Binance konzentriert sich offenbar stärker auf das Handelsgeschäft und trennt sich von Randprodukten.

BTC-ECHO zufolge fällt nicht nur der Pool weg. Auch die Pool-Schnittstellen, das Cloud-Mining-Angebot und die Beschleunigung hängender Transaktionen werden abgeschaltet. Wer Geld in Pool Savings geparkt hat, sollte es vor dem Stichtag herausnehmen. Ausstehende Auszahlungen verspricht Binance nach dem Aus zu regeln, allerdings unter Bedingungen, die der Konzern nicht näher ausführt.

Was Miner jetzt tun müssen

Praktisch heißt das: Stratum-Adresse ändern, Wallet prüfen, neuen Pool wählen. Wer das nicht bis zum 10. November erledigt, schürft ins Leere, denn eingereichte Arbeit wird danach nicht mehr gezählt und nicht mehr bezahlt. Abrechnungen und Verlaufsdaten für Steuer und Buchhaltung sollten Nutzer bis zum 24. November sichern.

Für das Bitcoin-Netzwerk ändert sich wenig. AMBCrypto weist darauf hin, dass die Rechenleistung zu anderen Pools wandert, statt zu verschwinden. Echte Verluste entstehen dort, wo Maschinen beim Umzug stillstehen. Ob angeschlagene Betreiber deshalb Coins verkaufen müssen, lässt sich laut dem Medium nicht belegen. Die von CryptoQuant erfassten Miner-Abflüsse zogen kurz nach der Ankündigung nur leicht an.

Die Märkte nehmen die Nachricht gelassen. Zum Berichtszeitpunkt notierte BTC minimal im Minus, BNB gab 1,48 Prozent ab. Ein Preisimpuls geht von der Meldung bislang nicht aus.

Was sagt das Momentum?

Das Momentum signalisiert bei Bitcoin kurzfristig Rückenwind: Im 1h-Zeitrahmen und im 4h-Zeitrahmen steht der Zustand auf bullish. Im 1D-Zeitrahmen lautet er neutral, im 1W-Zeitrahmen bullish. Der Kurs lag bei der Aufnahme bei 83.682 US-Dollar.

Szenarien

Bleibt BTC über 83.000 US-Dollar, von der sich Bitcoin am Dienstag erholt hat, bleibt die Pool-Schließung ein Thema für Miner und kein Marktthema.

Fällt Bitcoin unter diese Marke, lohnt der Blick auf die Miner-Abflüsse bei CryptoQuant. Ein deutlicher Anstieg wäre der erste Beleg für Verkaufsdruck aus der Branche, bislang fehlt er.

Ein Anlauf auf 84.000 US-Dollar, die BTC am Dienstag kurz überschritt, wäre nach heutiger Lage eher eine Folge von Aktienmärkten und Dollar als der Mining-Branche.