Gold und Silber kämpfen sich zurück – aber Silber bleibt unter Druck
Nach dem historischen Edelmetall-Crash versuchen Gold und Silber eine Gegenbewegung. Gold hat sich bereits fast 50% des Verlusts zurückgeholt und notiert…
Die Edelmetallmärkte zeigen nach dem brutalen Sell-Off erste Lebenszeichen. Gold hat die Hälfte seiner Verluste wettgemacht und kletterte um über 1% auf Niveaus oberhalb von 2.700 Dollar. Der stärkere Dollar hatte in den vergangenen Tagen massiven Verkaufsdruck erzeugt, doch nun greifen Käufer bei tieferen Kursen zu – klassisches 'Buy the Dip'-Verhalten.
Silber hingegen bleibt der Problemfall. Mit einem Minus von knapp 14% in der Spitze war die Korrektur hier wesentlich heftiger als bei Gold. Während Gold bereits wieder nach oben dreht, kämpft Silber noch mit der Stabilisierung. Ein interessantes Detail: Die Silber-Lease-Raten sind stark angestiegen – ein Indikator dafür, dass physisches Silber knapp wird oder zumindest die Nachfrage nach Leihgeschäften zunimmt. Das kann ein Vorbote für eine schärfere Gegenbewegung sein.
Die Frage, die sich Trader jetzt stellen: Ist der Bull-Run in den Edelmetallen vorbei, oder war das nur eine gesunde Korrektur nach der spekulativen Übertreibung? Historisch gesehen sind solche scharfen Rücksetzer in Bullenmärkten nicht ungewöhnlich. Die fundamentalen Treiber – geopolitische Unsicherheit, Inflationssorgen, Zentralbank-Käufe – bleiben intakt.
Für Gold-Trader gilt: Solange die 2.650-Dollar-Marke hält, bleibt die Struktur bullish. Ein Rückfall darunter wäre jedoch ein Warnsignal. Silber muss die 30-Dollar-Zone zurückerobern, um technisch wieder Momentum aufzubauen. ETFs auf Edelmetalle legten teilweise über 12% zu – ein Zeichen dafür, dass institutionelle und private Anleger die Schwäche nutzen. Der Markt bleibt volatil, aber die Erholung läuft.