XRP-Rally über 1,50 Dollar – Whales drehen das Sentiment nach dramatischem Absturz
XRP ist nach dem Crash auf 1,16 Dollar wieder über die 1,50-Dollar-Marke geklettert – eine bemerkenswerte Erholung in nur 48 Stunden. On-Chain-Daten…
Der XRP-Kurs liefert aktuell eine der spektakulärsten Erholungen im gesamten Kryptomarkt. Noch vor zwei Tagen stand die Ripple-Währung kurz davor, die psychologisch wichtige 1-Dollar-Marke zu verlieren. Der Absturz auf 1,16 Dollar markierte den tiefsten Stand seit November 2024. Doch während der restliche Markt noch mit der Stabilisierung kämpft, hat XRP bereits wieder die 1,50-Dollar-Zone zurückerobert.
Die treibende Kraft hinter dieser Bewegung sind eindeutig die Whales. On-Chain-Analysen von CryptoQuant zeigen signifikante Akkumulationsmuster großer Wallets in den vergangenen 48 Stunden. Solche Bewegungen sind oft ein Frühindikator für nachhaltige Trendwechsel – vorausgesetzt, sie werden von breiterem Marktinteresse begleitet.
Der Derivatemarkt erzählt allerdings eine deutlich vorsichtigere Geschichte. Die Funding-Rate für den XRP-Perpetual auf Binance ist auf minus 0,028 gefallen – der niedrigste Wert seit April 2025. Negative Funding-Rates bedeuten, dass Short-Positionen die Long-Positionen dominieren und Leerverkäufer bereit sind, für ihre Positionen zu zahlen. Dies ist ein klares Zeichen für pessimistische Trader-Stimmung.
Für Trading Department-Leser ergibt sich daraus eine interessante Konstellation: Whales kaufen aggressiv, während Retail-Trader und kurzfristig orientierte Derivate-Händler bearish positioniert sind. Historisch gesehen sind solche Divergenzen oft Vorboten für volatile, aber potenziell profitable Bewegungen – sofern die Whales recht behalten.
Technisch hat XRP mit dem Überschreiten der 1,50-Dollar-Marke einen wichtigen Widerstand zurückerobert. Die nächste relevante Zone liegt bei 1,65 bis 1,70 Dollar. Sollte diese fallen, könnte eine schnelle Bewegung Richtung 2,00 Dollar folgen. Das Risiko liegt weiterhin bei einem Rückfall unter 1,40 Dollar, was die Erholung als Fehlausbruch entlarven würde. Stop-Loss-Orders sollten entsprechend eng gesetzt werden.